Gemeinsam ist diesen Schalen, dass sie sich mit etwas Mühe durchaus bepflanzen lassen. Das war es dann aber auch. Ich wage zu bezweifeln, dass ein ernsthafter Bonsai-Gestalter eine derartige Schale auf einer Ausstellung zeigen möchte. Oder vielleicht doch? Überrasche mich...
Bei der Betrachtung eines antiken Globus verfiel ich auf die Idee, ein kugelförmiges Pflanzgefäß, ruhend auf einem dreibeinigen Gestell, zu machen.
Das gesamte Ding sollte zweiteilig sein, damit sich die Neigung der Kugel auf dem Dreibein ändern läßt.
Diese etwa 10 cm durchmessende Kugel sowie das dreibeinige Untergestell haben eine unregelmäßig strukturierte Oberfläche, welche die seidenmatte grau-grüne Glasur auf dem beigefarbenen Steinzeugton gut zur Geltung kommen läßt. Die Standbeine scheinen unter der Last einzuknicken, sie haben alle unterschiedliche Neigungswinkel.
Die Arbeit an diesem Objekt hat mir sehr viel Spaß bereitet, eventuell wird es irgendwann einige ähnliche Kusa-Pots geben, die ein wenig einfacher zu bepflanzen sind.
Ich hatte mich angeboten, die Schalen für die Kusamono-Challenge 2024 zu machen.
Überlegt hatte ich mir dazu eine kleine Gemeinheit: Es sollte eine extrem flache Schale ohne eine deutliche Seitenbegrenzung werden. Das geringe nutzbare Volumen erschwert die Bepflanzung mit einer komplexen Pflanzengesellschaft, erlaubt jedoch auch die Präsentation eines Kokedama (Mooskugel).
Die neu entdeckte grün-schwarze Glasur mit der typischen Anmutung einer Ascheglasur erschien mir letztendlich jedoch zu düster.
Die endgültig von mir gefertigten Schalen waren dann zwar noch flache dreibeinige Kusa-Pots, zeigten sich jedoch in einem ungleichmaßigen Türkis, welches an manchen Stellen den hellen Ton durchscheinen ließ.
Solltest Du Dich bei der Betrachtung dieses »Dings« an eine Sauciere erinnert fühlen, bist Du nicht allein.
Geplant war das jedoch nicht: Für ein anderes Projekt hatte ich eine größere Tonplatte ausgewalzt und nachdem ich das benötigte Teil zugeschnitten hatte, blieb ein relativ breiter Streifen übrig und etwas Zeit hatte ich auch...
Der Ton war bereits ein wenig getrocknet, aber noch nicht lederhart. So ließ sich der Plattenrest gut mit den Händen zu einer flachen Schale formen, die mir dann doch recht langweilig erschien. Also noch ein wenig hier und dort biegen und aus einer längeren Ton-Wurst eine Art Henkel fabrizieren, etwas wie einen Standring anbringen und Löcher bohren.
Nach dem Schrühbrand stand das Teil lange herum und mußte irgendwann als Träger für einen Glasurtest herhalten.
Dieses Objekt läßt sich durchaus bepflanzen, auch wenn das nutzbare Volumen dafür sehr klein ist. Vielleicht findet sich ja jemand, der es ausprobieren möchte?
Auf dieser Seite gezeigte Schalen sind nicht verfügbar! Eine Kaufanfrage erübrigt sich daher.
Verfügbare Kusa-Pots findest Du - soweit ich welche abzugeben habe - unter verfügbare Schalen.